Nährstoffe in Mikrowelle schonend erhitzen

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Die Mikrowelle hat in den meisten Haushalten mittlerweile ihren festen Platz. Sie wird zum Kochen, Auftauen oder Überbacken genutzt, oft aus dem einfachen Grund zum Beispiel Zeit zu sparen.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass man einige Ratschläge beachten sollte, damit möglichst viele Nährstoffe in der Mahlzeit enthalten bleiben.

Möglichst kurz erhitzen

Damit in einer zubereiteten Mahlzeit möglichst viele Vitamine und Mineralien enthalten bleiben, muss man bei verschiedenen Faktoren aufpassen. Ein Vorteil beim Kochen in der Mikrowelle ist, dass man zum Erhitzen kaum oder nur wenig Wasser benötigt.

Es reicht bei Lebensmitteln, die viel Wasser enthalten wie Obst oder Gemüse meistens aus, wenn man sie ohne zusätzliche Flüssigkeit in einem Teller oder speziellem Mikrowellengeschirr erhitzt.

mikrowelle-schonend-kochen.jpgDurch die Strahlung, die das Gerät abgibt, werden die Moleküle in den Nahrungsmitteln in Schwingungen versetzt, wodurch Wärme entsteht. Möchte man hingegen Nahrungsmittel erhitzen, in denen nur wenig Wasser enthalten ist, braucht man mehr Zeit, Energie und Wasser, um dies zu ermöglichen.

Beim Kochen im herkömmlichen Topf werden Mineralstoffe ausgeschwemmt und sammeln sich im Wasser. Da die wenigsten Menschen dieses Wasser weiter zur Zubereitung von Nahrung verwenden, landen die wertvollen Mineralstoffe meistens im Abfluss. Bei der Zubereitung in der Mikrowelle hingegen bleiben sie zu einem Großteil erhalten.

Ein weiterer Faktor, der wichtig ist, damit viele Vitalstoffe in der Nahrung erhalten bleiben, ist die Zeit. Je kürzer ein Nahrungsmittel erhitzt, gekocht oder gegart wird, desto besser ist es für Vitamine und Mineralstoffe.

Ein großer Vitaminräuber ist es, wenn man die Mahlzeit lange warmhält, wie man es oft auf dem Herd macht. Das fertige Gemüse wird im Topf häufig geparkt, weil noch nicht alle Familienmitglieder am Tisch sitzen. Doch gerade dieses lange Warmhalten – auch bei niedriger Temperatur – zerstört viele Vitalstoffe.

Besser ist es dann, das Essen zu kochen und abkühlen lassen. Bei Bedarf kann sich dann jeder seine Portion in der Mikrowelle kurz erwärmen. Auch bei diesem Prozess ist es wichtig, dass möglichst keine Zeit verschwendet wird.

Möchte man lediglich seine Mahlzeit aufwärmen, reicht es aus, wenn man sie kurz zum Kochen bringt und dann sorgfältig umrührt, um Hitzenester, an denen man sich leicht verbrennen kann, zu vermeiden. Lässt man hingegen die Portion mehrere Minuten vor sich hin köcheln, zerstört man zahlreiche Vitamine.

Vitamine reagieren empfindlich

Besonders schnell gehen beim Kochen oder Braten die Vitamine B verloren. Vitamine der B-Gruppe sind im Allgemeinen für das Nervensystem zuständig. Kommt es zu einem Mangel an Vitamin B1, kann sich dies in neurologischen Störungen, einem schwachen Herzen und einem Rückgang von Muskeln äußern.

Im ausgeprägten Fall leidet man unter der Krankheit Beriberi. Ein Vitamin-B12-Mangel ist eine typische Form der Anämie, einer Blutarmut, bei der die Blutkörperchen nicht richtig gebildet werden. Der Betroffene fühlt sich schwach, wird schnell müde und kann außerdem unter Missempfindungen auf der Haut, Schwindel, Gangunsicherheiten und weiteren Beschwerden leiden.

B-Vitamine befinden sich vor allem in Vollkornprodukten aber auch in Fisch, Leber, grünem Gemüse und Milchprodukten. 

Vitamin A, C und E reagieren zwar nicht direkt auf die Hitze, sollten aber schnell verarbeitet und gegessen werden, wenn man möglichst viele dieser Vitamine zu sich nehmen möchte.

Diese Vitalstoffe reagieren empfindlich auf den Kontakt mit Sauerstoff und werden bei langer Lagerung oder Warmhalten in der Mikrowelle schnell zerstört. Die Vitamine haben verschiedene Funktionen im Organismus. So ist Vitamin A für die Funktion von Haut, Augen und Schleimhaut zuständig; es kommt in Milch und Milchprodukten, Butter und als Provitamin in Möhren vor.

Vitamin C ist der typische Wirkstoff, den das Immunsystem benötigt, um sich gegen verschiedene Krankheitserreger zu schützen. Da es in fast allen Obst- und Gemüsesorten enthalten ist, kommt man kaum daran vorbei, diesen Vitalstoff aufzunehmen.

Vitamin E unterstützt ebenfalls das Immunsystem; außerdem ist es als Fänger von freien Radikalen tätig und schützt somit vor frühzeitiger Zellalterung. In pflanzlichen Ölen, Nüssen oder Saaten findet man das Vitamin E.

Neben der Möglichkeit, in der Mikrowelle zu kochen oder aufzuwärmen, haben einige Geräte von mikrowelle.com heutzutage eine Dampfgarfunktion, mit der sich besonders schonend für Vitamine und Mineralstoffe Fisch, Obst und Gemüse garen lassen.

Auch hier sollte man aber darauf achten, dass man die Lebensmittel nicht länger gart, als es in der Bedienungsanleitung der Mikrowelle angegeben ist.

 

Bildquelle: © sergemi - Fotolia.com

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