Dioxin in der Nahrung?

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Dioxine sind langlebig und reichern sich am Ende der Nahrungskette an, vor allem in den Fettanteilen tierischer Lebensmittel. Pflanzliche Lebensmittel enthalten im Allgemeinen deutlich weniger Dioxine und tragen deshalb lediglich zu rund einem Viertel der durchschnittlichen Belastung eines Menschen bei.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist in dem gerade vorgelegten Abschlussbericht des Forschungsprojektes "Lebensmittelbedingte Exposition gegenüber Umweltkontaminanten" darauf hin, dass Vegetarier am wenigsten Dioxine mit der Nahrung aufnehmen. 

Wer also bisher viel Fleisch gegessen hat und seine Dioxinaufnahme kurz- oder langfristig verringern möchte, kann seinen Konsum tierischer Lebensmittel reduzieren. Aus gesundheitlicher Sicht spricht nichts dagegen. Im Gegenteil: Es hat sogar Vorteile mehr pflanzliche Lebensmittel zu essen.

Das Risiko für die häufigsten Gesundheitsprobleme und Erkrankungen wie Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs lässt sich dadurch verringern. Und es schont zudem unser Klima. Als alternative Proteinquellen eignen sich unter anderem Hülsenfrüchte.

Alle, die ihren Fleisch- und Eierkonsum nicht verringern möchten, können Produkte aus der ökologischen Landwirtschaft bevorzugen. Auch die hatte zwar bereits mit Dioxin-Grenzwertüberschreitungen zu kämpfen, wenn Weidetiere auf ufernahen Flächen gehalten werden oder Hühner im Freien scharren dürfen.

Bio-Lebensmittel sind aber im konkreten Fall nicht betroffen, da für Futtermittel nur ökologisch erzeugte Pflanzenöle und keine Mischfette aus der Biodieselherstellung verwendet werden dürfen. Die wichtigste Empfehlung bleibt aber nach wie vor, sich möglichst vielseitig zu ernähren.

Denn der BfR-Bericht geht auch auf andere Umweltkontaminanten ein: So sind die wichtigste Aufnahmequellen für Schwermetalle wie Blei oder Cadmium das Getreide und zum Teil auch das Gemüse. Und es stellt sich heraus, dass Menschen, die mehr Fisch essen damit mehr Methylquecksilber zu sich nehmen. Ein bisschen Schadstoff ist also überall und daher... siehe oben.

Quelle: aid Presseinfo (Dr. Maike Groeneveld, Britta Klein) vom 12.01.2011
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