Bodymassindex berechnen

Veröffentlicht von am in Übergewicht News
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Unter den vielen Möglichkeiten für die Vermessung des eigenen Körpers befindet sich auch der Body-Mass-Index, der in den letzten Jahren in aller Munde gekommen ist. Hier werden Größe und Gewicht ins richtige Verhältnis gesetzt.

Ist der BMI etwas Neues?

Keineswegs! Der Body Mass Index ist eine Maßzahl, die Körpergröße und Körpergewicht in Relation setzt, und wurde bereits 1870 entwickelt. Jedoch wurde diese Art der Berechnung erst in den letzten Jahren wieder aktuell. Statur und Geschlecht bleiben meist außen vor, sodass es sich nur um einen groben Richtwert handeln kann.

Den Bodymassindex berechnen kann man beispielsweise mit Hilfe von Online Rechner oder mit der Formel „Gewicht in Kilogramm“ geteilt durch die „Körpergröße in Metern zum Quadrat“.

Der so errechnete Wert sollte zwischen 18 und 25 liegen. Schon ab 30 ist das Übergewicht behandlungsbedürftig.

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Was sagt der BMI noch aus?

Der BMI kann logischerweise den Aufbau und die Menge der Muskeln nicht berücksichtigen. Ob fettleibig oder muskulös kann mit diesen Werten nicht ausgesagt werden.

Seit 1972 wird der BMI wieder angewendet und kam alsbald in den Büros der Lebensversicherungen zum Einsatz. Die Weltgesundheitsorganisation hat den BMI in den 80er Jahren eingeführt. Seit 1995 haben sich die Berechnung und die Einschätzung der Ergebnisse im Prinzip nicht verändert.

Nicht nur der BMI allein…

Es gibt natürlich noch andere Indizes außer dem BMI. Dazu gehören beispielsweise Broca-Index und Ponderal-Index. Bei einigen wird das Alter berücksichtigt, was beim BMI wiederum nicht der Fall ist. Auch ein Taille-Hüft-Verhältnis sowie ein Taille-Höhe-Verhältnis sind bekannt.

Aber die Wichtung einer solchen Berechnung wird unterschiedlich gehandhabt. Während manche Ärzte sich starr auf eine solche Formel verlassen und den Patienten Abnehm-Trainings oder sogar OPs „verschreiben“ sind andere wiederum der Meinung, dass es sich beim Patienten um ein gewisses Wohlfühl-Gewicht handeln sollte.

Ob Einschränkungen hinsichtlich der Lebensqualität und Beweglichkeit zu beklagen sind, merken die Patienten an sich am Besten. Dann sollte man etwas tun, und sich eine sportliche oder sonstige körperliche Bewegung suchen, die Spaß macht und dennoch Kalorien verbrennt. Das kann beispielsweise die Gartenarbeit ebenso sein wie das Schwimmen.

Die Verordnung von bestimmten sportlichen Vorgaben führt bei den Meisten zu einer Art Abwehrreaktion, die genau das Gegenteil bewirkt, von dem, was gewollt war.

Allerdings sollte sich niemand anmaßen, über einen anderen aufgrund dessen Über- oder Untergewicht zu urteilen. Ebenso wie schwarze Haare oder abstehende Ohren Merkmale sind, die zu den menschlichen Individuen gehören, ist auch hier eine gewisse Toleranz angebracht.

Wie auch der BMI nach einiger Zeit wieder ans Licht geholt wurde, so werden auch immer neue Berechnungsarten auftauchen, die eventuell die Möglichkeit bieten, andere Bedingungen mit einzubeziehen. Damit ist eine immer genauere Berechnung des Idealgewichtes- und Aussehens möglich.

Jedoch sollte vor allem bei Jugendlichen darauf geachtet werden, dass diese Maßstäbe nicht zu hoch angelegt werden. Nicht selten führen übertriebene Abnehm-Maßnahmen zu ernsthaften körperlichen Schäden und Krankheiten wie Magersucht. Auch diesen sollte mittels des BMI entgegengewirkt werden. Denn dieser ist nicht nur da, um übergewichtige Menschen herauszufinden. Auch das Gegenteil ist schädlich und sollte vor allem in jungen Jahren vermieden werden.

Bildquelle: BMI © Joanne Zh | Dreamstime.com

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