Altersheime: Was einen guten Speiseplan ausmacht

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„Der Mensch ist, was er isst.“ Das berühmte Zitat des Philosophen Feuerbach aus dem 19. Jahrhundert hat an seiner Aktualität und Berechtigung bis heute nichts eingebüßt.

„Der Mensch ist, was er isst.“…und das bis an sein Lebensende. Doch was, wenn im Alter die Lust auf Nahrung nachlässt? Gründe dafür gibt es viele. Der geliebte Mensch, mit dem man sein Leben und somit auch nahezu jedes Essen geteilt hat, ist nicht mehr da. Bestimmte Krankheitsmuster erschweren das Schlucken. Diabetes, Allergien oder Über- bzw. Untergewicht fordern eine spezielle Ernährung, die nicht recht zu befriedigen mag.

Wenn dann noch der Umzug in ein Altersheim erforderlich wird, erfährt der Mensch eine grundlegende Veränderung in seinem Leben. Der eigene Haushalt muss aufgegeben, die vertraute Umgebung verlassen werden.  Der Schritt ins Altenheim geht für viele Menschen mit dem Gefühl einher, Tagesablauf und Lebensstil nicht mehr individuell gestalten zu können.

Daher ist es umso wichtiger, dass Altersheime auf die speziellen Bedürfnisse ihrer Bewohner eingehen und die Lust am Essen wieder erwecken. Der Mensch isst nicht nur, um zu überleben, sondern auch um zu genießen.

Essen ist eine Bedürfnisbefriedigung höchster Güte, eine soziale Handlung, die ihn mit anderen in Kontakt treten lässt, ein tagesstrukturierendes Element, das Routine und somit auch Stabilität in den Alltag bringt. Letzteres ist insbesondere für demenzerkrankte Menschen von großer Bedeutung. 

altersheime-speiseplan.jpgGute Altersheime bieten ihren Bewohnern ein variierendes und umfangreiches Speiseangebot an frisch zubereiteten Gerichten an.  Neben Frühstück, Mittag- und Abendessen sollten Zwischen- sowie Spätmahlzeiten und der Nachmittagskaffee möglich sein.

Außerdem sollte stets eine Vielfalt unterschiedlicher Gerichte angeboten werden, entweder in Form eines Buffets oder einer Menüauswahl. Weiter darf laktosefreie, natriumarme, vegetarische oder diabetische Ernährung auf dem Speiseplan nicht fehlen.

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Altersheime, die die Bewohner selbst entscheiden lassen, zu welcher Uhrzeit und an welchem Ort, ob gemeinschaftlich im Speisesaal, bei schönem Wetter im Garten oder auf dem eigenen Zimmer, sie ihr Essen einnehmen möchten. So gewinnen die Bewohner einen Teil ihrer alten Souveränität zurück – und entdecken hoffentlich auch ihre Essenslust wieder.

Auch die saisonale und/oder regionale Küche tragen zum Wohlbefinden der Bewohner bei. Eine saisonale Küche lässt die Bewohner den Jahreskreislauf miterleben, regionale Gerichte  können Erinnerungen wecken.  

Altersheime können somit durch einen ausgewogenen, abwechslungsreichen und individuell auf die Bedürfnisse ihrer Bewohner zugeschnittenen Speiseplan, den älteren Menschen Essen wieder als Genuss präsentieren und ihnen somit ein Stück Lebensqualität zurückgeben.  Denn Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.

Bildquelle: © mahey - Fotolia.com

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