Arten der Histaminintoleranz

Aufgrund bisheriger Erfahrungen unterscheidet man 3 Arten der Histamin-Intoleranz, die sich wie folgt unterscheiden.

  1. Histamin-Spiegel im Körper HOCH - DAO-Konzentration NIEDRIG
    In diese Gruppe fallen rund 80 % aller Patienten mit Histaminintoleranz.
     
  2. Histamin-Spiegel im Körper NORMAL - DAO-Konzentration NIEDRIG
    Die Patienten sind beschwerdefrei, solange sie nicht Histamin durch die Nahrung bzw. alkoholische Getränke zu sich nehmen.
     
  3. Histamin-Spiegel im Körper HOCH - DAO-Konzentration NORMAL
    Dieses Krankheitsbild ist bei Krankheiten wie Urticaria pigmentosa bzw. Mastozytose (Patient hat vermehrt Mastzellen und produziert vermehrt Histamin) zu sehen, wo bei einer prinzipiell erhaltenen Abbaumöglichkeit ein Überangebot von Histamin vorliegt.

Besonderheit:
In der Schwangerschaft ist die Diaminoxidase-Aktivität bis auf das 500fache erhöht, da die Placenta massiv Diaminoxidase (DAO) produziert. Histaminintolerante Patientinnen verlieren daher ihre Beschwerden während der Schwangerschaft.

Bei vielen Patienten mit Histaminintoleranz liegt eine Verminderung des Vitamin-B6-Spiegels vor. Ein Mangel kann entweder durch verminderte Aufnahme, durch eine Resorptionsstörung oder durch einen erhöhten Verbrauch entstehen. Man nimmt an, dass Patienten mit einer Histaminintoleranz einen erhöhten Vitamin-B6-Bedarf haben, weil dieses als Coenzym, um die DAO zu aktivieren, wirksam ist. Als erfolgreiche Supplementation erweist sich eine tägliche Dosis von 1 mg Vitamin B6 pro Körperkilogramm.

 

Quelle: Diplomarbeit von Nina Christl 1997