Intoleranz

Eine Lebensmittel-Intoleranz (Nahrungsmittelunverträglichkeit) ist eine sogenannte pseudoallergische Reaktion. Ursache dafür sind Enzymdefekte, die bei der Aufnahme bestimmter Lebensmittel zu Verdauungsstörungen führen können.

Bekannte Beispiele dafür sind etwa Laktose-Intoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit), Fructose-Intoleranz (Fruchtzucker-Unverträglichkeit), Histamin-Intoleranz sowie Zöliakie (Weißmehl Unverträglichkeit).

Diese Unverträglichkeiten weisen zwar klinisch betrachtet die selben Symptome auf wie echte Allergien, unterscheiden sich aber in ihrer Entstehung. Eine echte Allergie ist eine Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Nahrungsmittelinhaltsstoffe, oder auf Nahrungsinhaltsstoffe, die im Verbund mit körpereigenen Proteinen als körperfremde Stoffe (= Allergene) wirken.

Beim erstmaligen Eindringen von Allergenen in den Körper wird die Bildung von spezifischen Abwehrstoffen, den sogenannten Immunglobulinen (IgE), angeregt. Es zeigen sich beim ersten Allergenkontakt noch keine Symptome. Dieser Erstkontakt wird als Sensibilisierung bezeichnet. Die Antikörper, die durch die Sensibilisierungs-reaktion entstehen, werden an Mastzellen gebunden.

Bei sämtlichen Intoleranzen liegt die Ursache der Erkrankung nie in einer überschießenden Immunreaktion des Körpers, sondern gründet sich meist auf einen Enzymmangel oder -defekt. Anders als bei der echten Allergie geht der Lebensmittelintoleranz auch keine Sensibilisierungsphase voran.

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Nahrungsmittel-Intoleranzen & -Unverträglichkeiten 

  • Fructose-Intoleranz (5)

    Die Fructose-Intoleranz ist eine (oftmals unerkannte) Stoffwechselstörung, die vor allem bei scheinbar gesunder Ernährung zu massiven Darmproblemen führen kann. Genau genommen ist die Fructose-Intoleranz eine Störung des Transportproteins GLUT-5 dar, welches den Fruchtzucker in die Dünndarmzellen transportiert.

    Geschieht dies nicht oder unzureichend, gelangt vermehrt Fruktose in den Dickdarm, wo diese von Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren, Kohlendioxid und Wasserstoff "verstoffwechselt" wird. Dieser Abbau führt bei etwa 50% der betroffenen Patienten zu Darmkrämpfen, Blähungen oder Durchfällen. Ein Großteil, der an Fructose-Intoleranz leidenden Patienten leidet auch an weiteren Intoleranzen, wie etwa einer Laktose-Intoleranz, Sorbit- oder Histamin-Intoleranz.

    Aktuelle News zur Fructose-Intoleranz finden Sie in unserem News-Blog in der Kategorie "Fruktose-Intoleranz".

     

  • Histamin-Intoleranz (6)

    Bei der Histamin-Intoleranz handelt es sich um eine Unverträglichkeit von mit der Nahrung aufgenommenem Histamin, deren Ursache ein Mangel des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase (DOA) oder ein Mißverhältnis zwischen Histamin und der DAO ist.

    Aktuelle News zur Histamin-Intoleranz finden Sie in unserem News-Blog in der Kategorie "Histamin-Intoleranz".

  • Laktose-Intoleranz (5)

    Leiden Sie auch an Durchfällen, Blähungen oder Bauchschmerzen? Grund hierfür könnte eine Laktose-Intoleranz (= Fachausdruck für Milchzuckerunverträglichkeit) sein.

    Laktose heißt übersetzt Milchzucker. Bei der Laktoseintoleranz liegt ein Enzymmangel vor, das heißt, das Enzym Laktase, welches die Laktose abbaut, ist nicht in ausreichendem Maß im Darm vorhanden. Das Enzym sitzt in der Dünndarmschleimhaut und spaltet den Milchzucker (= Laktose) in 2 Bestandteile, den Traubenzucker und den Schleimzucker.

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