Vitamin B 2

Vitamin B 2 (Riboflavin) erfüllt wichtige Aufgaben in der Atmungskette und der Körperabwehr. Spezifisches Zeichen einer Riboflavin-Hypovitaminose ist die erniedrigte Aktivität der erythrozytären Glutathion-Reduktase. Typisches Zeichen einer Mangelsituation ist das Brüchigwerden der Fingernägel. Ähnlich wie Vitamin A spielt es beim Sehvorgang eine wichtige Rolle.

Zusätzliche Mangel-Symptome sind Mundwinkel-Rhagaden, Glossitis, Stomatitis, Dermatosen, besonders seborrhoischer Art im Bereich von Nasolabialfalte und Ohren, Pruritis im Genitalbereich, Muskel- und Wadenkrämpfe, Konjunktivitis, Cornea-Trübung.

Bei regelmäßiger Einnahme von Antidepressiva und chronischem Alkoholmissbrauch steigt der Riboflavinbedarf. Gesichert gilt ein erhöhter Bedarf bei Verabfolgung von Sulfonamiden und Antibiotika. Vitamin B 2 ist, neben Folsäure und Vitamin B 6 am Tryphtophanstoffwechsel beteiligt, bei Mangel kommt es zu Nikotinsäureamid-Verarmung. Bei tiefgreifendem Riboflavinmangel ist auch der Stoffwechsel von Pyridoxin und Niacin beeinträchtigt, mit der Folge von Schlafstörungen und erhöhtem Homocysteingehalt.

Vorkommen und empfohlene Tagesdosis von Vitamin B 2

Riboflavin ist in der Pflanzen- und Tierwelt weit verbreitet. Als reichhaltige natürliche Quellen gelten neben Hefe auch Milch, Eier, Fischrogen und Getreidekeimlinge sowie Fleisch, Leber und Fisch. Beim Getreide ist der Ausmahlungsgrad entscheidend für den Vitamingehalt. Deshalb sind schonende Mahlverfahren dem Weißmehl vorzuziehen. Präventivmedizinisch sinnvoll sind täglich 100 mg.

Quelle: Vitatest

 

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