Purine - Harnsäure

Purine sind Bestandteile der Zellen und besonders des Zellkerns, deren Abbauprodukt die Harnsäure ist. Sie kommen in beinahe allen Lebensmitteln vor. Unterschiedlich dabei ist jedoch ihre Konzentration. So enthalten beispielsweise zellkernreiche Gewebe wie Innereien besonders viele Purine, während Eier äußerst purinarm sind.

Durch den Zerfall von Zellen und durch den Stoffwechsel von mit der Nahrung aufgenommener Purine entsteht Harnsäure. Sie ist eine stickstoffhaltige Verbindung, die mit dem Harn ausgeschieden wird. Bei einer erhöhten Konzentration von Harnsäure im Harn bilden sich durch Kristallisation Harnsteine. Ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut weist auf eine Nierenfunktionsstörung, Gicht oder Leukämie hin.

Purine, Harnsäure und die Gicht

Die "Wohlstandskrankheit" Gicht ist eine schmerzhafte Erkrankung einzelner Gelenke. Verursacht wird sie durch erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut. Steigt der Harnsäurespiegel über 6,4 mg/dl spricht man von Hyperurikämie (griech.: "zu viel Harnsäure im Blut"). Diese wiederum entsteht in erster Linie durch den übermäßigen Verzehr purinreicher Lebensmittel.