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Was sind Spurenelemente und Mineralstoffe?

Die Voraussetzung der biologischen Essentialität für Elemente ist erfüllt, wenn folgende Kriterien
zutreffen:

  • Vorhanden in allen Geweben einer zoologischen Familie und regelmäßig nachweisbar,
  • Die Gewebekonzentration von Spezies zu Spezies sollte nicht um Größenordungen voneinander abweichen,
  • Fehlt ein Element, werden unabhängig von der Spezies spezifische Mangelerscheinungen dieses Elementes beobachtet,
  • Veränderungen in physiologischer und struktureller Hinsicht können auf Molekularebene einem umschriebenen biochemischen Defekt zugeordnet werden,
  • Durch Zufuhr des entsprechenden Elementes werden die spezifischen Mangelerscheinungen verhindert bzw. normalisiert.

Spurenelemente

haben essentielle physiologische Bedeutung. Werden sie dem Organismus nicht über Nahrung und Trinkwasser zugeführt, entstehen Mangelerscheinungen, eine übermäßige Zufuhr kann sich toxisch auswirken. Den Spurenelementen werden alle chemischen Elemente zugeordnet, deren Anteil an der Gesamtkörpermasse kleiner als 0,01 Prozent ist.

In der Präventivmedizin sind die Spurenelemente Eisen (Fe), Jod (J), Kupfer (Cu), Mangan (Mn),Selen (Se), Zink (Zn) und Kobalt (Co) elementar wichtig.

Das Element Chrom nimmt noch eine Sonderstellung ein. Einige Autoren stufen es zwar ebenfalls als Spurenelement ein, doch der genaue Wirkmechanismus ist noch ungeklärt. Einige Arbeiten weisen darauf hin, dass es auf den Glucosestoffwechsel wirkt und in Tierversuchen verstärkten Chromverbindungen die Wirkung von Insulin.

Mengenelemente (Mineralstoffe)

werden als anorganische Nahrungsbestandteile definiert, deren Essentialität beim Menschen bei über 50 mg/Tag experimentell nachzuweisen ist. In der Präventivmedizin haben besonders Natrium (Na), Kalium (K), Magnesium (Mg), Kalzium (Ca) und Phosphor (P) als Mengenelemente herausragende Wichtigkeit.

Wie wichtig sind Mineralstoffe und Spurenelemente?

Obwohl viele Studien bei zunehmendem Alter die Notwendigkeit der Supplementierung von Mineralstoffen belegen, wird diese Forderung manchmal noch belächelt. Daher stellt sich die Frage: Können wir noch von "Marktnischen" reden, wenn es um die präventive Orthomolekular-Therapie geht? Die Wochenzeitung "Die Welt am Sonntag" berichtete vor einiger Zeit von einem dramatischen Mineralienrückgang in Obst und Gemüse. Das beauftragte Lebensmittellabor stellte in einer Vergleichsstudie über zehn Jahre einen Rückgang um bis zu 93 % fest.

In Vergleichen von 1950 bis 2000 ergaben sich sogar Differenzen bis zu 100 Prozent. Beispielsweise war Natrium in der Stangenbohne nicht mehr nachweisbar. Messungen in der Wasserkresse ergaben 93 Prozent weniger Kupfergehalt und bei der Steckrübe fand man 71 Prozent weniger Eisen. Insgesamt ist der Mineralienrückgang in Lebensmitteln mit durchschnittlich 53,1 Prozent gravierend.

Der menschliche Organismus ist auf die Zufuhr von essentiellen Spurenelementen und Mengenelementen (Mineralstoffen) angewiesen, um vielerlei Regulationsmechanismen leisten zu können. Daher ist es sinnvoll, Mineralien und Spurenelementen einen hohen Stellenwert in der Ernährung einzuräumen und Nahrungsmittel besonders kritisch auszuwählen.

Tabelle 1: Vergleich zwischen einer 1985 und 1996 erstellten Studie über den Vitalstoffgehalt in Obst und Gemüse (aus "Die Welt" Nr. 34, Seite 26 vom 24.8.97)

Gehalt an Mineralien und Vitaminen (in mg je 100 Gramm Lebensmittel):

Mineralien 1985 1996 Differenz
Brokkoli Kalzium 103 33 - 68 %
Magnesium 24 18 - 25 %
Bohnen Kalzium 56 34 - 38 %
Magnesium 28 22 - 15 %
Kartoffel Kalzium 14 4 - 70 %
Karotten Kalzium 37 31 - 17 %
Magnesium 21 9 - 57 %
Spinat Magnesium 62 19 -68 %
Banane Kalzium 8 7 - 12 %
Magnesium 31 27 - 13 %
Erdbeere Kalzium 21 18 - 14 %
Magnesium 12 13 + 0,8 %

Zusammenfassend muss aufgrund der Essentialität von Spurenelementen und Mengenelementen an eine ausgewogene Zufuhr gedacht werden, gerade weil die ausreichende Versorgung durch ausgelaugte Böden nicht optimal gewährt ist. Darüber hinaus nimmt die intakte intestinale Ökologie und Verdauungsleistung eine Schlüsselrolle bei der Resorption der anorganischen Stoffe ein. Umso wichtiger ist es auf einen funktionierenden, entzündungs- und mykosefreien Darm zu achten.

Dies ist besonders bei Vegetariern wichtig, da sie häufig chronische Entzündungen im Darm haben, wenn sie abends noch Rohkost zuführen und aufgrund von fleischfreier Nahrung in besonderer Weise auf eine ausreichende Zufuhr achten müssen. Hilfreich zur Nahrungsergänzung sind dabei Meeresalgen oder auch biochemische Darreichungsformen nach Schüssler (Biomineral Pflüger oder DHU). Prophylaktisch haben sich in meiner Praxis die Pearl S13 (Magnet Aktiv) bewährt. In schwierigeren Fällen sind Neukönigsförder Mineraltabletten oder optimierte Mischungen aus der Orthomolekulartherapie angezeigt. Sicher ist es wenig sinnvoll, langfristig ein einziges Mineral zu substituieren, weil sich viele einzelne Substanzen antagonistisch verhalten.