Ballaststoffe

Als Ballaststoffe bezeichnet man Nahrungsbestandteile, die von den Verdauungsenzymen des Menschen nicht aufgespalten werden können und unverdaut in den Dickdarm gelangen. Dabei handelt es sich fast nur um Bestandteile pflanzlicher Zellen.

Ballaststoffe wurden früher fälschlicherweise als unnötig und belastend angesehen, weil sie keine verdaulichen Nährstoffe enthalten. Forschungsergebnisse der letzten 30 Jahre beweisen jedoch, dass sie für die Gesunderhaltung des menschlichen Körpers und insbesondere des Darms unverzichtbar sind.

Ballaststoffe und ihre ernährungsphysiologische Bedeutung

Die Bedeutung der Ballaststoffe wurde in den letzten 20 Jahren wissenschaftlich umfassend erforscht. In chemischen und  physiologischen Untersuchungen konnte ihr Einfluß auf verschiedene Zivilisationskrankheiten wie Darmkrebs,  Herzerkrankungen, Diabetes und Obstipation erklärt werden. Sie wirken sowohl auf den Stoffwechsel der Lipide, der  Kohlenhydrate und der Mineralstoffe. Gemäß der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte die tägliche Aufnahme bei ca. 30 g Ballaststoffe pro Tag liegen, um das Auftreten der genannten Erkrankungen zu vermeiden. In Österreich liegt die Aufnahme derzeit bei rund 23g/Tag.