Kohlenhydrate - Arten

Kohlenhydrate unterscheiden sich nach ihrer Molekülgröße, der Bindungsart und den Bausteinen. Der Begriff „Kohlenhydrate“ umfasst viele verschiedene Substanzen, von denen folgende für die menschliche Ernährung wichtig sind:

Monosaccharide (Einfachzucker)

bestehen aus einem Molekül. Von Bedeutung sind Glucose (Traubenzucker, Dextrose). Fructose (Fruchtzucker) und Galactose. Sie alle sind aktiv am Stoffwechsel beteiligt. Glucose ist die Schüsselsubstanz des Kohlenhydratstoffwechsels und kann von allen Zellen verwertet werden.

Disaccharide (Zweifachzucker)

bestehen aus zwei miteinander verbundenen Monosacchariden. Die wichtigsten sind Saccharose (Rübenzucker aus Glucose und Fructose), Maltose (Malzzucker aus Glucose und Glucose) und Lactose (Milchzucker aus Glucose und Galactose).

Polysaccharide (Vielfachzucker)

entstehen durch die Verbindung vieler Monosaccharide (bis zu 10.000) zu einem Molekül. Die Bindungsart entscheidet über die Verdaulichkeit: So können die Verdauungsenzyme des Menschen die Pflanzliche Stärke (Amylum) in Glucose-Einheiten aufspalten, ebenso die tierische Stärke (Glycogen – Speicherform der Kohlenhydrate in Mensch und Tier).

In Pflanzen kommt nicht nur Stärke, sondern auch die für den Menschen unverdauliche „Cellulose“ vor. Auch sie besteht aus Glucose-Einheiten, deren Bindung jedoch für den Menschen nicht spaltbar ist. Als „Ballaststoff“ ist diese Stoffgruppe aber für eine gute Darmfunktion unverzichtbar. Weitere unverdauliche Polysaccharide sind Hemizellulose, Pektin und Lignin.

Dextrine

sind Abbauprodukte der Stärke und des Glycogens und entstehen beim enzymatischen Abbau oder bei der Verarbeitung von stärkehaltigen Nahrungsmitteln, z.B. Erhitzung über 150 Grad Celsius.

Quelle: Vitatest