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Eiweiß - Ernährungstipps

Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte die tägliche Zufuhr des Erwachsenen an Nahrungseiweiß 60 – 80 g betragen (1g Eiweiß pro kg Körpergewicht). Davon sollte jeweils die Hälfte aus pflanzlichem und tierischem Eiweiß bestehen. Der tatsächliche Verzehr liegt mit 100g deutlich über den Empfehlungen der DGE wobei zwei Drittel aus tierischen Nahrungsmitteln (Fleisch, Milch, Fisch und Eier) und ein Drittel aus Getreideprodukten und Kartoffeln stammen.

Erhöhter Eiweißbedarf liegt im Wachstumsalter vor: Den höchsten Bedarf, bezogen auf das Körpergewicht, haben Säuglinge unter 4 Monaten mit 2,2 g pro kg Körpergewicht (entsprechen 11 g Eiweiß pro Tag). Danach sinkt der Bedarf und liegt im Kindesalter bei etwa 1 g pro kg Körpergewicht.

Abgesehen vom Säuglings- und Kleinkindalter lässt sich der Eiweißbedarf bei sorgfältiger Zusammenstellung der Nahrung auch ausschließlich mit pflanzlichen Proteinen decken. Eine ausreichende Versorgung mit essentiellen Aminosäuren ist bei der üblichen Mischkost gewährleistet, die durchschnittliche Aufnahme liegt sogar deutlich über den Empfehlungen der DGE.

Eiweißmangelerscheinungen treten nur im Extremfall auf, z.B. bei einseitiger Ernährung (extreme Kostformen wie Veganer usw.), bei Alkoholikern oder bei zehrenden Krankheiten.

Überhöhter regelmäßiger Verzehr von 100 g Eiweiß pro Tag kann auf Dauer zu gesundheitlichen Störungen führen. Zum einen werden überschüssige Aminosäuren in der Leber zu Harnstoff und Harnsäure abgebaut, andererseits enthalten eiweißreiche Nahrungsmittel beachtliche Mengen an Purinen, die ebenfalls die Harnsäurekonzentration im Blut erhöhen und zu Gicht führen können.

Außerdem wird die erhöhte Eiweißaufnahme mit der Bildung von Nierensteinen, Osteoporose (durch erhöhte Calciumausscheidung ) und Arteriosklerose in Verbindung gebracht. Vor allem der hohe Anteil von tierischen Eiweißen sollte vermindert werden, da deren Verzehr zusätzlich mit der Aufnahme von Fett und Cholesterin verbunden ist.

Tierische Nahrungsmittel weisen im Allgemeinen höhere Gehalte an Eiweiß und eine günstigere Aminosäurenzusammensetzung (höhere biologische Wertigkeit) auf als pflanzliche Nahrungsmittel. Bei einer Mahlzeit werden fast immer verschiedene eiweißhaltige Nahrungsmittel verzehrt, die sich in ihrer Aminosäurenzusammensetzung ergänzen können. Dies ist dann der Fall, wenn die Aminosäure, die die biologische Wertigkeit eines Nahrungsmittels herabsetzt, in dem anderen Nahrungsmittel in hoher Konzentration enthalten ist.

Quelle: Vitatest