Getreide

Getreide bilden die Grundnahrungsmittel der Ernährung und der Menschheit. Gäbe es keine Getreide, dann müßten noch viel mehr Menschen auf der ganze Welt hungern, als dies jetzt schon der Fall ist.

Diesbezüglich kann man Reis, Weizen, Mais, Hirse, Roggen, Hafer und Gerste als die wichtigsten sind Getreide für die menschliche Ernährung bezeichnen.

Gerste

Gerste ist nach Weizen die bedeutendste Getreideart in Deutschland. Wintergerste wird vorwiegend als Tierfutter verwendet, Sommergerste dagegen vor allem zum Bierbrauen. Auf dem Acker lässt sich Gerste leicht von anderen Getreidearten unterscheiden. Denn man erkennt die Gerstenhalme schon von Weitem mit bloßem Auge an ihren charakteristischen langen "Grannen".

Im Handel wird Gerste auch in Form von Mehl, Flocken, Graupen und Grütze angeboten. In der Küche eignen sich Gerstenprodukte für rustikale Suppen und Breigerichte. Um die für Suppen beliebten Graupen, auch Roll- und Kochgerste genannt, herzustellen, werden die geschälten Gerstenkörner wiederholt geschliffen und poliert. 

Hafer

Ob kernig oder zart - die leicht nussig schmeckenden Haferflocken sind das wohl bekannteste Haferprodukt und Basis für viele Müsli-Mischungen. Die gedampften, gedarrten und zu Flocken breit gewalzten Haferkörner gibt es in verschiedenen Varianten. Großblattflocken haben eine grobe, kernige Struktur.

Sie sind kräftig-knusprig und daher besonders gut für Frühstücksgetreidespeisen geeignet. Kleinblattflocken hingegen sind weicher und zarter. Um sie herzustellen, werden die Haferkerne vor dem Dämpfen und Walzen auf Schneidemaschinen in Stücke (Hafergrütze) geschnitten. Kleinblattflocken eignen sich für zart schmelzende Müslis, Hackfleischgerichte, Aufläufe und Gebäck. 

Hirse

In der Ökolandwirtschaft erlebt der Rispenhirseanbau seit einigen Jahren eine Renaissance. So haben Bio-Landwirte aus der Niederlausitz nach rund 100 Jahren wieder mit dem heimischen Anbau begonnen. Bei der Verarbeitung der Hirse werden die Spelzen und die harte, kieselige Fruchtschale abgetrennt.

Die äußeren Kornschichten enthalten ebenso wie der Keimling Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe und Fette. Die geschälten Hirsekörner lassen sich zu Mehl, Grieß, Schrot oder Flocken weiterverarbeiten. Hirse ist reich an ungesättigten Fettsäuren. Genauso wie Mais, Reis oder Buchweizen enthält das Hirsekorn kein Klebereiweiß (Gluten) und ist somit für Glutenallergiker geeignet. 

Weizen

Das Weizenkorn mit seinen Vorläufern Einkorn und Emmer ist eines der ältesten Kulturgetreide der Menschheit. Es ist kaum von unserem Speiseplan wegzudenken. Ob Brot, feines Gebäck, Müsli oder Nudeln - Weizen zählt zu den beliebtesten Getreidearten und gilt in Mitteleuropa als Grundnahrungsmittel Nummer eins.

Die Bundesbürger verzehren pro Kopf und Jahr etwa 88 Kilogramm Getreide. Die größte Menge davon entfällt auf Weizen, gefolgt von Roggen, Mais, Reis, Hafer und Gerste. Durch seinen hohen Anteil an Klebereiweiß (Gluten) eignet sich Weizen besonders gut als Brotgetreide.