Heilfasten

Buchtipps zur Diät

Heilfasten

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Das Heilfasten hat seine Wurzeln sowohl im religiösen als auch im medizinischen Fasten. Es handelt sich dabei nicht um eine Diät zur Gewichtsreduktion, sondern um eine reinigende Maßnahme, die regelmäßig einer Ernährungsumstellung vorausgeht.

Seit dem 19. Jahrhundert wurden verschiedene Formen des Heilfastens entwickelt - zu den bekanntesten gehört das Buchinger-Heilfasten.

"Verzicht" als Sinn des Fastens

Verzicht ist das gemeinsame Band zwischen Heilfasten und religiösem Fasten. Verzicht auf alles, was dem Körper Schaden zufügt. Beim Tee- oder Saftfasten wird für einen begrenzten Zeitraum (in der Regel eine Woche) auf die Zufuhr von fester Nahrung verzichtet.

Wie funktioniert Heilfasten?

Die Fastenkur beginnt mit einer gründlichen Darmentleerung. Hierfür wird entweder das stark abführend wirkende Glaubersalz eingenommen oder ein Klistier verwendet. Anschließend ernährt sich der Fastende ausschließlich von zuckerfreien Säften und passierten Gemüsesuppen und nimmt reichlich Wasser und Kräutertees zu sich.

Der Verzicht wird unterstützt durch den richtigen Wechsel aus Ruhephasen, Selbstbesinnung und viel Bewegung an frischer Luft. Es empfiehlt sich, das Fasten in die Urlaubszeit zu verlegen – zumal die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit kurzfristig stark verringert sein kann.

Zum Abschluss werden ein oder zwei Aufbautage eingelegt, an denen der Fastende nur leichte Kost zu sich nimmt, um sich langsam wieder an die Aufnahme fester Nahrung zu gewöhnen. Häufig folgt auf das Heilfasten zudem eine Ernährungsumstellung.

Zu den extremsten Formen des Fastens gehört das Teefasten, bei dem auch auf Säfte und Gemüsebrühen verzichtet wird. Bei anderen Formen werden nur bestimmte Formen von Nahrung aufgenommen, so etwa bei der Schrothkur, bei der verschiedene Getreidesorten auf dem Speiseplan stehen.

Das Heilfasten kann zu Hause oder in einer Spezialklinik unter Anleitung von Ärzten durchgeführt werden.

Wirkung des Heilfasten

Während das Fasten grundsätzlich als Versuch anerkannt wird, sich der eigenen Abhängigkeiten und Ernährungsgewohnheiten bewusst zu werden und diese zu verändern, ist seine medizinische Wirksamkeit umstritten. Grundsätzlich sollten nur Gesunde fasten, zur Gewichtsreduktion trägt das Heilfasten nur vorübergehend bei.

Positive Aspekte

  • Bewusstwerden von Abhängigkeiten und Auseinandersetzung mit der eigenen Ernährung
  • Starker Impuls für die Ernährungsumstellung
  • Intensiviert die Wahrnehmung und das Selbstbewusstsein

Negative Aspekte

  • Bei falscher Durchführung kann es zu körperlichen Schäden kommen
  • Gefahr von Mangelernährung und Vitaminmangel durch einseitige "Ernährung"
  • Nicht zur Gewichtsreduktion geeignet, kann Jojo-Effekt bewirken

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Bild: © M.R. Swadzba - Fotolia.com