Atkins Diät

Atkins Diät

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Der Name der Atkins-Diät stammt vom Erfinder Dr. Robert C. Atkins. Seine Diät beruht auf folgender Argumentation. Unser Körper verwandelt permanent Kohlenhydrate in Energie um die Lebensfunktionen am Laufen zu halten. Sind keine Kohlehydrate vorhanden, so muß der Stoffwechsel auf Fettverbrennung umgestellt werden. Folge dessen ist er der Meinung, dass man Kohlenhydrate meiden, dafür aber reichlich Eiweiß und Fett zu sich nehmen soll.

Zu den „Tabu“-Kohlenhydraten der Atkins-Diät zählen: Brot, Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Obst und Gemüse. Hingegen sind Fleisch, Fisch, fetter Käse, Speck, Eier, Obers usw. die Basis-Produkte dieser Diät. Kleine Mengen von Salat sind erlaubt, jedoch ansonsten kein Gemüse! Sogar Alkohol ist erlaubt – es lebe das Schlaraffenland!

Laut Studien nimmt man zunächst mit dieser Kost tatsächlich ab, da Fett schnell sättigt und ein hoher Eiweißkonsum den Hunger einbremst! Langfristig gesehen kann man mit dieser Diät aber nicht wirklich abnehmen, da der hohe Fettkonsum eher eine Gewichtszunahme fördert.

Das Hauptproblem dieser Diätform ist aber die dadurch entstehende Mangelernährung an Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen, die zu teilweisen schweren gesundheitlichen Störungen führen kann.

Die fettreichen tierischen Lebensmittel sind nebenbei auch sehr cholesterinreich. Als Folge können Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herz-Kreislauferkrankungen auftreten. Die Purine (Eiweißstoffe) aus dem Fleisch sowie Alkohol fördern nebenbei die Gicht (erhöhte Harnsäure) – und auch die Niere wird schwer belastet!

Die Atkins-Diät ist grundsätzlich eine sehr einseitige fette Ernährung, wo man Mayonnaise, Speck, fetten Käse und Wurst bald satt hat – daher ist auch das Durchhaltevermögen kein langes! Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist von dieser Diät - auch kurzfristig praktiziert - in jedem Fall abzuraten!

Kleines Detail am Rande: Dr. Atkins starb 2003 mit 72 Jahren. Er war zu dieser Zeit übergewichtig und hatte Herzprobleme!

Positive Aspekte

  • Keine, außer kurzfristig ein tolles Schlemmergefühl

Negative Aspekte

  • Unterversorgung von Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen
  • Wenig Ballaststoffe
  • Sehr hoher Eiweiss- und Fettverzehr
  • Spätfolgen wie Herz-Kreislauferkrankungen durch erhöhte Blutfettwerte sowie Gicht sind nicht auszuschließen
  • Gefahr einer Mangelernährung

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Bild: Russian food © Vasiliy Sigovatov | Dreamstime.com